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	<title>Rezension: Strafrecht &#8211; Fachschaftsinitiative Jura Heidelberg</title>
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	<title>Rezension: Strafrecht &#8211; Fachschaftsinitiative Jura Heidelberg</title>
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		<title>Ostendorf, Heribert – Strafprozessrecht – 2. Auflage 2015, UTB/Nomos Verlagsgesellschaft</title>
		<link>https://juhei.de/heribert-ostendorf-strafprozessrecht-2-auflage-2015-utb-nomos-verlagsgesellschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jacob Schupp]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Feb 2017 10:15:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezension: Strafrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Strafprozessrecht ist in vielen Bundesländern nur für die sogenannte strafprozessuale Zusatzfrage examensrelevant. Vielen Studierenden ist vielleicht höchstens die sehr vezerrte Darstellung bei „Richter Alexander Hold“ oder das Jury-System aus…]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Strafprozessrecht ist in vielen Bundesländern nur für die sogenannte strafprozessuale Zusatzfrage examensrelevant. Vielen Studierenden ist vielleicht höchstens die sehr vezerrte Darstellung bei „Richter Alexander Hold“ oder das Jury-System aus US- amerikanischen Fernsehserien bekannt. Warum es sich lohnt, sich trotzdem auch schon während des Studiums mit der Materie des Strafprozessrechtes vertraut zu machen, will Heribert Ostendorf mit der 2. Auflage des 2016 im utb-Verlag erschienenen Werkes „Strafprozessrecht“ deutlich machen. Das Buch kostet im Buchhandel derzeit 19,99 Euro und ist damit im unteren Preissegment anzusiedeln.</p>
<p><strong>1. Vorbemerkungen</strong></p>
<p>In der strafprozessrechtlichen Literatur gibt es eine ganze Reihe von (fortgeführten) Klassikern, die mittlerweile hohe Auflagenzahlen erreichen. Das Werk von Ostendorf ist mit der 2. Auflage noch recht jung und damit auch noch nicht sonderlich bekannt. Trotzdem sollte man auch neuen Werken eine Chance geben; auch diese haben schließlich das Zeug zum Klassiker.</p>
<p>Heribert Ostendorf ist ein inzwischen emeritierter Strafrechtslehrer aus Kiel und hat neben strafrechtlichen Publikationen auch umfangreich im Jugendstrafrecht und in der Kriminologie publiziert. Solche Einschläge merkt man dem Werk auch an, was jedoch kein Nachteil ist; eher im Gegenteil.</p>
<p><strong>2. Inhalt</strong></p>
<p>Nach einer kurzen Einführung in die Ziele und Grenzen des Strafprozesses (§§1-3 des Werkes) stellt Ostendorf kurz die Verfahrensprinzipien des Strafprozesses dar. Anschließend erfolgt (mittlerweile Standard in allen Lehrbüchern zu allen Rechtsgebieten) eine Darstellung der europäischen und internationalen Bezüge. Auch im Strafprozess gewinnen diese weiter an Bedeutung, obwohl dieser traditionell nationalstaatlich geprägt ist.</p>
<p>Anschließend orientiert sich der Autor am klassischen Gang des Strafprozesses, untergliedert also in Ermittlungs- Zwischen- und Hauptverfahren. Danach werden noch die Rechtsbehelfe erörtert. Zu guter letzter erfolgt ein geschichtlicher Rück- (Strafjustiz im sog. Dritten Reich) und ein Ausblick auf die Zukunft des Strafprozesses, insbesondere in Anbetracht der immer größer werdenden ökonomischen Zwänge.</p>
<p>Im Rahmen der einzelnen Verfahrensabschnitte erfolgt zunächst eine kurze Darstellung der Beteiligten und der wesentlichen Grundsätze des Strafverfahrens. Besonderen Raum nimmt in dem Werk im Rahmen des Ermittlungsverfahrens die Darstellung der Zwangsmittel ein, die etwa 50 Seiten des Werkes für sich beansprucht. Dieser Schwerpunkt scheint nicht nur aus Sicht der Praxis, sondern auch der Examensrelevanz sehr angemessen.</p>
<p>Auch die Darstellung der Hauptverhandlung folgt diesem Beispiel. Hier nimmt besonderen Raum die Darstellung des Beweisverfahrens ein. Auch dies ist Gegenstand zahlreicher Examensklausuren.</p>
<p>Bei den Rechtsmitteln wird besonders die Revision sehr ausführlich dargestellt, auch, weil bei der Berufung nur recht wenig problematisch ist. Praktisch sehr bedeutsam ist jedoch auch die Beschwerde, die zwar auch behandelt wird, allerdings nicht besonders ausführlich. Für das erste Examen mag dies zwar ausreichen, für das zweite Staatsexamen spielt jedoch die Revisionsklausur eine sehr große Rolle, die sich hier nicht widerspiegelt. Allerdings ist erklärtes Ziel des Werkes ja auch nicht, auf das 2. Staatsexamen vorzubereiten, sondern vielmehr einen Überblick über das Strafprozessrecht zu geben.</p>
<p>Sehr knapp wird dann auch der Deal abgehandelt, die aktuelle Rechtsprechung ist hierbei jedoch gut verarbeitet worden. Auch wegen der hohen Praxisrelevanz ist dies sehr lesenswert.</p>
<p>Den Schluss bilden schließlich der Aus- und Rückblick, was eine sehr<br />
spannende und eher seltene Ergänzung darstellt, die das Werk gut abrundet.</p>
<p><strong>3. Layout und Schreibstil</strong></p>
<p>Das Werk bemüht sich um eine klare und gut verständliche Sprache. Schachtelsätze vermeidet Ostendorf genauso wie Stakkato. Insgesamt in sprachlicher Hinsicht ein gut lesbares und spannendes Buch.</p>
<p>Das Layout weiß ebenfalls zu überzeugen. Fette Hervorhebung sind spärlich und hilfreich, um wichtige Schlagwörter sofort zu erkennen. Hervorragend, wenngleich sicher Geschmackssache, sind die zahlreichen Übersichten als Diagramme. Diese ermöglichen es dem Leser, den Inhalt auf einen Blick und systematisch zu überblicken. Jedenfalls für den Verfasser dieser Rezension eine sehr gute Option.</p>
<p>Ebenso finden sich zahlreiche Tabellen, die das Wissen systematisieren und Zahlen und Fakten zum Text liefern.</p>
<p>Die Fußnoten sind angemessen (also nicht zu viel oder zu wenig) und können etwa für eine Hausarbeit hilfreich sein, wenn es auf weiterführende Literatur ankommt.</p>
<p>Die einzelnen Kapitel beginnen oft mit sehr knappen Fällen, die dann am Ende des Kapitels genauso knapp gelöst werden. Um die Anwendung einzuüben sind diese zwar sicher zu knapp, aber im Ergebnis stellt dies eine gute Ergänzung dar.</p>
<p><strong>4. Fazit</strong></p>
<p>Insgesamt ist das Werk von Ostendorf eine gute Bereicherung der bereits existierenden Klassiker des Strafprozessrechtes. Gerade für Freunde von Tabellen und Diagrammen sei das Werk wärmstens empfohlen, wenn man dafür auf den ein oder anderen (vielleicht überflüssigen) Fall verzichten kann.</p>
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		<item>
		<title>Wessels/Beulke &#8211; Strafrecht Allgemeiner Teil (Die Straftat und ihr Aufbau) &#8211; 42. Auflage, C.F. Müller</title>
		<link>https://juhei.de/wessels-beulke-strafrecht-allgemeiner-teil-die-straftat-und-ihr-aufbau-42-auflage-c-f-mueller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jacob Schupp]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jul 2016 13:25:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezension: Strafrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Gliederung Vorwort Aufbau Inhalt Layout / Erscheinungsbild und Verarbeitung Fazit 1. Vorwort In dieser Rezension soll ein echter Klassiker des Strafrechts, namentlich das Lehrbuch „Strafrecht Allgemeiner Teil“ der beiden Autoren…]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gliederung</strong></p>
<ol>
<li>Vorwort</li>
<li>Aufbau</li>
<li>Inhalt</li>
<li>Layout / Erscheinungsbild und Verarbeitung</li>
<li>Fazit</li>
</ol>
<p><strong>1. Vorwort</strong></p>
<p>In dieser Rezension soll ein echter Klassiker des Strafrechts, namentlich das Lehrbuch „Strafrecht Allgemeiner Teil“ der beiden Autoren Johannes Wessels und Werner Beulke vorgestellt werden. Dabei wird im Folgenden sowohl auf den Inhalt und dessen Darstellung als auch auf die Handhabung des Buches eingegangen, um abschließend ein nachvollziehbares, wenn auch subjektives Fazit zu finden. Das Werk richtet sich vor allem an Studienanfänger und versucht allen Interessierten den Einstieg in das Strafrecht zu erleichtern. Trotzdem bietet es auch höheren Semestern eine Möglichkeit sich schnell einen Überblick im Allgemeinen Teil des Strafrechts zu verschaffen.</p>
<p>Das Werk kostet 22,95 €.</p>
<p><strong>2. Aufbau</strong></p>
<p>Der klassische Aufbau beginnt mit den Vorworten der Verfasser, an welches sich das  klar durchstrukturierte Inhaltsverzeichnis anfügt, gefolgt vom Abkürzungs- sowie dem Literatur- und Festschriftenverzeichnis. Der eigentliche Inhalt des Lehrbuchs ist in in fünf große Teilgebiete untergliedert:</p>
<p>Teil I: Strafrecht und Strafgesetz. Der Mensch als Rechtssubjekt</p>
<p>Teil II: Die vorsätzlichen Begehungsdelikte</p>
<p>Teil III: Die fahrlässigen Begehungsdelikte</p>
<p>Teil IV: Die Unterlassungsstraftaten</p>
<p>Teil V: Die Konkurrenzlehre</p>
<p>Des Weiteren sind alle Themengebiete durch Paragraphen versehen und fortlaufende Randnummern ziehen sich von der ersten bis zur letzten Seite. Allein die fortlaufenden Randnummern verschaffen dem Leser des, ohnehin schon sehr strukturiert aufgebauten, Werkes eine gute Übersicht.</p>
<p>Den Abschluss des Lehrbuches bildet ein „extra“ Anhang, der sich besonders der Methodik und der Fallbearbeitung widmet. Sogar eine ganze Übungsskizze zu einem Fall findet sich hier.</p>
<p><strong>3. Inhalt</strong></p>
<p>Inhaltlich befasst sich das Werk zum AT des Strafrechts mit der Lehre von der Straftat und deren Rechtsfolgen sowie den allgemeine Vorschriften zur Beurteilung der Straftat an sich. Dabei erfüllt das Lehrbuch von Anfang an seine Aufgabe, dem (noch) unerfahrenen Studenten die Lehre des deutschen Strafrechts näher zu bringen.</p>
<p>Durch jedes Kapitel wird man mit mindestens einem kleinen Fall begleitet, der thematisch passt und auf welchen in der Erörterung des jeweiligen Themengebietes immer wieder Bezug genommen wird. Darüber hinaus werden spezielle Probleme oder Fragestellungen oft mit einprägsamen Beispielen unterstrichen. Dies dient sehr gut dazu sich selbst nicht sehr häufige Probleme zu merken. Zu vertieften klausurrelevanten Fragen wird zudem meist in das Lehrbuch zum Klausurenkurs von <em>Beulke</em> verwiesen.</p>
<p><strong>4. Layout/Erscheinungsbild und Verarbeitung</strong></p>
<p>Das Gesamterscheinungsbild des Buches ist sehr gelungen. Auf den Seiten ist trotz der hohen Informationsdichte noch immer etwas Platz, sodass die Seiten nicht „vollgequetscht“ aussehen. Auch das Schriftbild überzeugt. Die Schrift ist gut leserlich, die wichtigsten Begriffe sind immer fett hervorgehoben und auch an Absätzen, die das Auge und den Leser beim Lesen kurzzeitig entlasten, wurde nicht gespart. Zudem finden sich hin und wieder schöne Übersichten, die das zuvor gelesene kurz auf einen Punkt/auf ein Bild bringen. Auch an der sonstigen Aufmachung, was Buchbindung und Seitendicke betrifft, ist nicht auszusetzen. Kurz: Das Lehrbuch macht vom Erscheinungsbild her einen soliden und kompetenten Eindruck.</p>
<p>Nun soll noch kurz auf die mitgelieferte CD-ROM eingegangen werden:</p>
<p>Das Buch erscheint in zwei „Versionen“ (eine mit, eine ohne CD-ROM). Auf der CD-ROM findet der Leser älter, als auch aktuelle höchstrichterliche Rechtsprechung. Hier sind wichtige Entscheidungen aus den bekanntesten Zeitschriften zusammengetragen. Der wirkliche Vorteil liegt jedoch nicht allein in der Verfügbarkeit der Entscheidungen auf dem eigenen Rechner, sondern in einer geschickten Kombination zum Lehrbuch selbst. Jede Entscheidung verweist nicht nur auf ein Thema aus dem Werk („Strafrecht Allgemeiner Teil“), sondern sogar auf die entsprechende Zitierung und die Randnummer. Dies macht es dem recherchierenden oder interessierten Leser sehr viel einfacher eine Aussage aus dem Buch „original“ nachzulesen. Eine sehr schöne Funktion.</p>
<p><strong>5. Fazit</strong></p>
<p>Dieses Lehrbuch versucht sich daran den durchaus umfangreichen und komplexen Allgemeinen Teil des Strafrechts so einfach wie möglich darzustellen und trotzdem auf keine wichtige Einzelheit zu verzichten. Ein schmaler Grad zwischen Oberflächlichkeit und Unverständlichkeit, den es zu meistern gilt. Hier schlägt sich das vorliegende Werk sehr gut. Hat man sich erst einmal eingelesen, kann die Arbeit mit dem Buch, trotz der manchmal schwer verständlichen Ausdrucksweise, Spaß machen. Mit „Strafrecht Allgemeiner Teil“ von Wessels / Beulke in der Hand ist der Student der Anfangssemester bestens für kommende Klausuren und Hausarbeiten gewappnet. Ein Klassiker, der hält, was er verspricht.</p>
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		<item>
		<title>Klemke, Olaf/ Elbs, Hansjörg &#8211; Einführung in die Praxis der Strafverteidigung &#8211; 3. neu barbeitete Auflage 2013, C.F. Müller</title>
		<link>https://juhei.de/klemke-olaf-elbs-hansjoerg-einfuehrung-in-die-praxis-der-strafverteidigung-3-neu-barbeitete-auflage-2013-c-f-mueller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jacob Schupp]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jul 2016 13:24:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezension: Strafrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[I. In Kürze Das Werk &#8222;Einführung in die Praxis der Strafverteidigung&#8220; ist Teil der &#8222;Gelben Reihe&#8220; des Verlages C.F. Müller, die sich der Praxis der Strafverteidigung verschrieben hat. Es liegen…]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>I. In Kürze</strong></p>
<p>Das Werk &#8222;Einführung in die Praxis der Strafverteidigung&#8220; ist Teil der &#8222;Gelben Reihe&#8220; des Verlages C.F. Müller, die sich der Praxis der Strafverteidigung verschrieben hat. Es liegen mittlerweile zahlreiche Veröffentlichungen zur Arbeit als Strafverteidiger vor.</p>
<p>Der Anspruch des Werkes von <em>Klemke/Elbs</em> ist jedoch dennoch einzigartig. Hauptzielgruppe sind vor allem junge StrafverteidigerInnen zu Beginn ihrer Karriere. Die Verfasser wollen ihre jungen KollegInnen davor bewahren, unter Umstände folgenschwere Fehler zu begehen. Gleiches soll das Werk für AnwältInnen leisten, für die die Arbeit als Strafverteidiger jedenfalls nicht im Vordergrund ihrer Tätigkeit steht. Aber auch für Referendare kann das Lehrbuch als Begleiter für die Strafstation dienen. Schon für Studierende, vor allem mit Schwerpunktbereichen im Zusammenhang mit Strafverteidigung/Strafrechtspflege, stellt das Buch unter Umständen eine Bereicherung dar. Der subjektive Blick auf die Strafverteidigung im Vergleich zu den objektiven &#8222;Klassikern&#8220; im Strafprozessrecht kann den Blick erweitern und so zum Erkenntnisgewinn beitragen.</p>
<p>Positiv fällt auch auf, dass Klemke/Elbs die bahnbrechende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Verständigung im Strafprozess bereits berücksichtigen konnten und sich hiezu aktualisierte Ausführungen finden.</p>
<p>Das Werk kostet 39,99 € und umfasst 426 Seiten.</p>
<p><strong>II. Zu den Autoren</strong></p>
<p>Die beiden Autoren Olaf <em>Klemke</em> und Hansjörg <em>Elbs</em> sind Rechtsanwälte mit langjähriger Berufserfahrung und Fachanwälte für Strafrecht. Beide sind ausschließlich im Bereich des Strafrechts tätig. Der Verfasser<em> Elbs</em> hat zudem Erfahrungen als Arbeitsgemeinschaftsleiter für Rechtsreferendare sammeln können.</p>
<p><strong>III. Zum Aufbau</strong></p>
<p>Das Werk orientiert sich am Ablauf eines Strafprozesses. Vorab beschreiben <em>Klembe/Elbs</em> jedoch die Grundlinien des Mandats als Strafverteidiger. Sie klären über die Rechtsbeziehungen zwischen Mandaten und Verteidiger und berichten über die rechtlichen Unterschiede zwischen  Pflicht- und Wahlverteidigung. Zur Fehlervermeidung geht das Werk auch auf die rechtlichen Befugnisse der Strafverteidigers ein (Stichwort: Strafverteidigung oder Strafvereitelung?) ein. Abschließend für dieses Kapitel steht die für die Praxis nicht ganz unwesentliche Frage nach der Vergütung des Verteidigers. Als weiteren Punkt behandeln die Verfasser nun die Verteidigung im Ermittlungsverfahren. Es finden sich zum einen Ausführungen über Informationsbeschaffung. Vor allem aber stehen die Verteidigungsziele im Vordergrund. Dabei kommen zum einen Sofortmaßnahmen wie der Hinweis, dass sich der Mandat nicht zur Sache äußern braucht, aber auch die Abwehr von prozessualen Zwangsmaßnahmen wie der Untersuchungshaft in Betracht. Im kurzen Part über das Zwischenverfahren werden die Möglichkeiten der Einwirkung auf das Gericht zwecks Verhinderung der Zulassung der Anklage aufgeführt. Den Hauptteil des Werkes bildet jedoch die Beschäftigung mit der Verteidigung in der Hauptverhandlung. Einen Schwerpunkt legen die Autoren auf das Beweisantragsrecht. Als weiteres Kapitel schließen sich Bemerkungen zu besonderen Verfahrensarten (Strafbefehl, beschleunigtes Verfahren) an. Zum guten Schluss finden sich Ausführungen über die Gestaltung und die Wahl möglicher Rechtsmittel, also Berufung oder Revision.</p>
<p><strong>IV.</strong><strong> Zu Darstellung und Inhalt</strong></p>
<p>Inhaltlich versucht das Werk sämtliche Bereiche, die für die Strafverteidigung relevant sein können, abzudecken. Im ersten Teil über das Mandatsverhältnis wird insbesondere der Schwerpunkt auf den Umgang mit dem Mandat gelegt und auch intensiv das auch für Prüfungen (jedenfalls im Schwerpunktbereich und spätestens im Zweiten Staatsexamen) relevante Verhältnis zwischen der Wahl- und Pflichtverteidigung erörtert. Im größten Teil über die Hauptverhandlung versuchen die Autoren, das Thema des Beweisantragsrechts intensiv zu erörtern. Diese Schwerpunktsetzung überzeugt sehr, vor allem aufgrund der hohen praktischen Bedeutung.</p>
<p>Zusammenfassend lässt sich zum Inhalt sagen, dass die Darstellung von Streitstände gerade für ein für den Prakitker verfasstes Buch herausragend ist. Stets wird die Meinung des Bundesgerichtshofs zumindest kritisch hinterfragt. Die vielen Ratschläge, die die Verfasser an den Leser richten, sind selbstverständlich auch der Zielsetzung des Werkes zu verdanken. Sie lassen aber aus studentischer Sicht einen schönen Einblick in die Arbeit des Strafverteidigers zu.</p>
<p>Ebenso fällt auf, dass die Verfasser sehr ausführlich an den Fußnoten gearbeitet haben. Diese sind zwar nicht immer auf dem Niveau von üblichen Lehrbücher aber dennoch umfassend und gut ausgewählt. Auch das ist für ein &#8222;Praktikerbuch&#8220; nicht selbstverständlich.</p>
<p><strong>V. Zum Layout</strong></p>
<p>Zur Gestaltung ist nur zu sagen, dass die Hervorhebungen im Text dankenswerte Weise nur sehr spärlich gehalten wird, sodass der Lesefluss nicht erheblich gestört wird. Hinsichtlich der zahlreichen Muster, mit denen das Buch den jungen Strafverteidigern die Arbeit erleichtern will, ist zu sagen, dass diese zwar zur Fehlervermeidung und auch zur dienen mögen, den Lesefluss jedoch teilweise etwas stören. Eine Darstellung gebündelt am Ende des Buches könnte hier Abhilfe schaffen.</p>
<p><strong>VI. Fazit</strong></p>
<p>Die &#8222;Einführung in die Praxis der Strafverteidigung&#8220; ist genau das, was der Titel verspricht. In einfacher und klarer Sprache werden dem Leser die Grundzüge der Strafverteidigung nahe gebracht, ohne dass dabei der klare Praxisbezug in Form von Tipps und Tricks auf der Strecke bleibt. Auch Studierenden dient das Werk als praxisorientierte Einführung in den Strafprozess gerade unter Berücksichtigung der Arbeit des Strafverteidigers. Für Studierende, die sich später nähter mit der Materie beschäftigen wollen, ist dieser Buch sehr zu empfehlen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Jäger, Christian &#8211; Examens-Repetitorium Strafrecht AT &#8211; 6. neu bearbeitete Auflage 2013, C.F. Müller</title>
		<link>https://juhei.de/christian-jaeger-examens-repetitorium-strafrecht-at-6-neu-bearbeitete-auflage-2013-c-f-mueller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jacob Schupp]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jul 2016 13:23:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezension: Strafrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Herr Jäger selbst hat Jura an der Universität München studiert und dort beide Examina abgelegt. In München war er auch wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Claus Roxin. Zurzeit hält er…]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Jäger selbst hat Jura an der Universität München studiert und dort beide Examina abgelegt. In München war er auch wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Claus Roxin. Zurzeit hält er einen Lehrstuhl für Strafrecht und Strafprozessrecht, insbesondere Wirtschaftsstrafrecht und Medizinrecht an der Universität Bayreuth inne.</p>
<p>Das Examensrepetitorium von Jäger soll den juristischen Studenten examensnah an den Stoff im Bereich Strafrecht heranführen. Es soll nachgearbeitet, überarbeitet, wiederholt und ein detaillierter Überblick gegeben werden. Ziel ist es nicht ein Lehrbuch zu ersetzen, sondern anhand von Fällen den für das Strafrecht relevanten Stoff aufzuarbeiten.</p>
<p>Dazu wird jeder Bereich einzeln untergliedert und die Probleme anhand von Beispielen dargelegt. Besonders wichtige Probleme werden anhand von größeren Fällen mit Lösung erläutert. Hierbei wird nicht nur die gängige Lösung des BGH dargelegt sondern auch die der Literatur (und sollte sie abweichen die des Autors).</p>
<p>Besonders empfehlenswert machen die Bücher von Jäger die darin enthaltenen Klausurtipps. Diese geben oft zum Einstieg oder zum Ende eines Themas einen kurzen Hinweis zur praktischen Arbeitsweise und in wie fern ein Problem wirklich examensrelevant ist. Die Betätigung des Autors als aktiver Professor tritt an diesen Stellen hilfreich hervor und der Student hat die Möglichkeit, aus Fehlern die von anderen Studenten gemacht wurden zu lernen.</p>
<p>Gut gefällt, dass der Autor versucht eine Übersicht über alle derzeit existierende Ansicht zu geben und die dazugehörigen Argumente verständlich darzulegen. Hierbei wird Wert auf größte Objektivität seitens des Autors gelegt. Es wird jedoch gleichzeitig empfohlen sich nicht an allzu abwegigen Ansichten festzubeißen und den Blick für das Wesentliche beizubehalten.</p>
<p>Auch gibt es zu wirklich jeder Problematik gute Quellenverweise sowie zahlreiche Literaturtipps zur Vertiefung, sodass dieses Buch auch bei Hausarbeiten eine große Hilfe sein kann.</p>
<p>Herr Jäger vertritt oft auch eine eigene Meinung, welche auch ausführlich dargelegt wird. Jedoch geht hier nie unter, aufzuzeigen, welche die herrschende Meinung ist.</p>
<p>Man sollte hier feststellen, dass es Sinn macht sich beide Bände von Herrn Jägers Examensrepetitorium zu kaufen. Denn beide verweisen aufeinander und ergänzen sich vorzüglich. Hat man denn beide Bände, hat man auf knapp 700 Seiten eine grobe aber trotzdem umfassende Übersicht über das deutsche Strafrecht.</p>
<p>Mit 21,95 Euro (Lehmanns) ist das Buch im Normbereich von Juristischen Lehrbüchern.</p>
<p><strong>Allgemeiner Teil</strong></p>
<p>Es wird auf alle relevanten Bereiche des Allgemeinen Teils im Strafrecht eingegangen und examensrelevante Probleme vertieft anhand von manchmal altbekannten Fällen (z.B.: Auschwitz Lüge-Fall und Münzhändler) aber auch neuen Fällen frisch vom BGH behandelt.</p>
<p>Auch wird ein ganzer Abschnitt der Klausurbearbeitung im Allgemeinen gewidmet. So zum Beispiel wie eine gute Gliederung auszusehen hat, was Zeiteinteilung ausmacht und welche typischen Fehler unbedingt vermieden werden sollen.</p>
<p>Am Anfang wird auch nochmal kurz auf die Historie des deutschen Strafrechts sowie auf grundlegende Prinzipien des deutschen Strafrechts eingegangen.</p>
<p>Dass Herr Jäger bei Claus Roxin in die Lehre gegangen ist, macht sich oft daran bemerkbar dass er Mindermeinungen vertritt. Da er diese jedoch auch klar als solche kenntlich macht und auch jede andere Meinung klar und säuberlich darlegt, verschlechtert dies keinesfalls die Lektüre.</p>
<p><strong>Besonderer Teil</strong></p>
<p>Auch hier gilt das oben gesagte. Es wird auf alle relevanten Probleme eingegangen und anhand von Fallbeispielen erläutert.</p>
<p>Es wird jedoch mehr auf Urteile aus der Praxis Wert gelegt, die entweder besonders brisant waren oder hochaktuell sind und daher für das Examen relevant. Ist man also kurz vor dem Examen lohnt es sich auf jeden Fall die neueste Auflage zu beschaffen da nur so ein aktueller Einblick in das deutsche Strafrecht gewonnen werden kann.</p>
<p>Eingangs eines neuen Deliktes wird das Verhältnis zu anderen relevanten Delikten erläutert um so ein tieferes Verständnis der Systematik zu schaffen.</p>
<p>Abträglich ist vielleicht dass die Lektüre des BT-Bandes wirklich nur Sinn macht wenn man vertieftes AT-Wissen hat da sonst die Problem-Stellung manchmal nicht wirklich erkannt wird.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Herr Jäger überzeugt in seinem Buch durch einfache Sprache und einprägsame Beispiele die das Lernen leicht machen. Man hat nie den Eindruck, dass etwas Unlogisches oder Überflüssiges zu Papier gebracht wird. Trotz des skriptartigen Aufbaus wird keinesfalls Wissen verloren. Und wer sich auch für Mindermeinungen interessiert, ist mit diesem Buch wunderbar bedient.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Beulke, Werner – Klausurenkurs im Strafrecht I &#8211; 6. Auflage 2013, C.F. Müller</title>
		<link>https://juhei.de/beulke-werner-klausurenkurs-im-strafrecht-i-6-auflage-2013-c-f-mueller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jacob Schupp]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jul 2016 13:21:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezension: Strafrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Gliederung Vorwort Aufbau Inhalt Layout / Erscheinungsbild und Verarbeitung Fazit I. Vorwort Um sein durch das Lesen von Lehrbüchern angehäuftes Wissen auch praktisch anwenden zu können, sollte der Studierende regelmäßig…]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gliederung</strong></p>
<ol>
<li>Vorwort</li>
<li>Aufbau</li>
<li>Inhalt</li>
<li>Layout / Erscheinungsbild und Verarbeitung</li>
<li>Fazit</li>
</ol>
<p><strong>I. Vorwort</strong><br />
Um sein durch das Lesen von Lehrbüchern angehäuftes Wissen auch praktisch anwenden zu können, sollte der Studierende regelmäßig Fälle bearbeiten. Was passt hier also besser, als ein Klausurenkurs, in welchem die größten „Standardprobleme“, verpackt in Übungsklausuren, nacheinander abgehandelt werden?! Der „Klausurenkurs im Strafrecht“ erscheint in insgesamt drei Bänden, die sich an die unterschiedlichen Semester bis hin zum Examenskandidaten richten. Behandelt wird in dieser Rezension der erste Band, der „als Einstieg“ in die strafrechtliche Klausurentechnik gerade an die unteren Semester gerichtet ist.</p>
<p>Das Werk kostet 19,95 € und hat 303 Seiten.</p>
<p><strong>II. Aufbau</strong><strong><br />
</strong>Der klassische Aufbau beginnt mit den Vorworten der Verfasser, an welches sich kurze Hinweise für die Arbeitsweise mit dem Buch anfügen. Anschließend steht das  klar durchstrukturierte Inhaltsverzeichnis, gefolgt vom Abkürzungs- sowie dem Literatur- und Festschriftenverzeichnis. Der eigentliche Inhalt des Lehrbuchs ist in vier große Teilgebiete untergliedert:</p>
<p>1. Kapitel:     Methodik der Fallbearbeitung<br />
2. Kapitel:     Klausuren aus der Anfängerübung (enthält insgesamt 10 Musterklausuren)<br />
3. Kapitel:     Die Hausarbeit aus der Anfängerübung (enthält eine Musterhausarbeit)<br />
4. Kapitel:     Zur Wiederholung und Vertiefung</p>
<p>Des Weiteren ziehen sich fortlaufende Randnummern von der ersten bis zur letzten Seite, was für den Leser einen Überblick schafft. So findet sich manches Stichwort oft deutlich schneller.</p>
<p>Den Abschluss des Klausurenkurses bildet ein sehr nützlicher „Anhang“, der neben den wichtigsten Prüfungsschemata auch viele Definitionen (inkl. §§) und eine Auflistung von Übungsfällen in Lehrbüchern und den gängigen Zeitschriften bietet.</p>
<p><strong>III. Inhalt</strong></p>
<p>Inhaltlich befasst sich das Werk hauptsächlich mit Problemen aus dem AT des Strafrechts. Dabei hangelt sich der Leser Fall für Fall durch den „Probleme-Dschungel“. Den Hauptteil des Klausurenkurses stellen die 10 Musterfälle dar. Hier folgt der Verfasser einem sehr strukturierten Aufbau: Sachverhalt, Gliederung der Lösung („Kurzlösung“) mit Problemen, ausführliche Lösung mit ausführlichen Erläuterungen zu den insgesamt 44 „Klausurproblemen“. An jede Falllösung reiht sich weiterhin eine Wiederholung der eben erlernten Definitionen und ein Verweis auf andere Übungsklausuren desselben Bereichs schließen jede einzelne Falllösung ab. Auf diese Weise bekommt der Leser dieses Buches wirklich, was er sich erhofft – Fälle ohne Ende.</p>
<p><strong>IV. Layout / Erscheinungsbild und Verarbeitung</strong></p>
<p>Das Gesamterscheinungsbild des Werkes ist sehr ansprechend. Auf den Seiten ist trotz der hohen Informationsdichte noch immer etwas Platz, sodass die Seiten nicht „vollgequetscht“ aussehen. Die einzelnen Probleme sind zusätzlich jeweils in graue Kästen gesetzt, was Übersichtlichkeit schafft und beim Suchen nach den Problemen hilft. Die Schrift ist gut leserlich, die wichtigsten Begriffe sind immer fett hervorgehoben und auch an Absätzen, die das Auge und den Leser beim Lesen kurzzeitig entlasten, wurde nicht gespart. Zudem sind Bemerkungen, die nicht unmittelbar zur Falllösung gehören und demnach auch nicht vom Leser niedergeschrieben werden müssen, in kursiv gesetzt. Auch an der sonstigen Aufmachung, was Buchbindung und Seitendicke betrifft, ist nicht auszusetzen. Kurz: Das Lehrbuch macht vom Erscheinungsbild her einen soliden und seriösen Eindruck.</p>
<p><strong>V. Fazit</strong></p>
<p>Der Klausurenkurs von Werner Beulke schafft es dem Leser die strafrechtliche Fallbearbeitung näher zu bringen und durch die strukturierte Herangehensweise das Interesse für ebendiese zu wecken. Das Buch ist nicht nur in den Lösungsvorschlägen sehr ausführlich, weswegen es nicht zum kurzen „drüberlesen“ gedacht ist. Auch die etwas distanzierte Schreibweise, die den Leser nicht direkt anspricht, kann dazu führen, dass das Buch als „zu ausführlich“ angesehen wird. Wer sich aber Zeit nimmt und richtig arbeiten möchte, greift dagegen zu diesem Buch. Positiv zu erwähnen ist wieder, dass das Buch die klausurrelevantesten Probleme des AT behandelt und gut erklärt. Somit eignet sich meiner Meinung nach der „Klausurenkurs im Strafrecht I“ von Werner Beulke sehr gut zur intensiven Vorbereitung auf anstehende Klausuren in der Anfängerübung.</p>
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		<title>Beulke, Werner &#8211; Klausurenkurs im Strafrecht III &#8211; 4. Auflage, C.F. Müller Verlag Heidelberg</title>
		<link>https://juhei.de/beulke-werner-klausurenkurs-im-strafrecht-iii-4-auflage-c-f-mueller-verlag-heidelberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jacob Schupp]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jul 2016 13:21:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezension: Strafrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Inhalt: Aufbau Inhalt Layout Fazit 1. Aufbau Der Klausurenkurs umfasst alles in allem 644 Seiten, diese verteilen sich auf folgende Kapitel: Examensklausuren Dieses Kapitel umfasst den Kern des Werks, 15…]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Inhalt:</strong></p>
<ol>
<li>Aufbau</li>
<li>Inhalt</li>
<li>Layout</li>
<li>Fazit</li>
</ol>
<p><strong>1. Aufbau</strong></p>
<p>Der Klausurenkurs umfasst alles in allem 644 Seiten, diese verteilen sich auf folgende Kapitel:</p>
<p>Examensklausuren</p>
<p>Dieses Kapitel umfasst den Kern des Werks, 15 Klausursachverhalte und deren zunächst schematische, dann ausführliche Lösung.</p>
<p>Zur Wiederholung und Vertiefung</p>
<p>Hier werden die behandelten Problemschwerpunkte gebündelt dargestellt, Definitionen aufgelistet, der abstrakte Aufbau der Falllösung wiederholt sowie wichtige bzw. hilfreiche Literaturhinweise gegeben.</p>
<p>Dabei wird schon im Inhaltsverzeichnis aufgeführt, um welche Problemschwerpunkte sich die jeweiligen Klausuren drehen, so dass bei Bedarf die passende zum aktuellen Lernthema schnell gefunden ist. Eine Klausur (Sachverhalt und Lösung) umfasst dabei meist zwischen 30 und 40 Seiten.</p>
<p><strong>II. Inhalt</strong></p>
<p>Die am Ende des Buches zusammengefassten Informationen sind durchaus hilfreich, hier soll jedoch vorwiegend die Klausurbearbeitung bewertet werden.</p>
<p>Die Klausuren bestehen je aus einem materiell-rechtlichen und einem prozessualen Teil, wobei dessen Fragen teils etwas mit dem Klausurfall zu tun haben, teils aber auch eher abstrakter Natur sind.</p>
<p>Die schematische Lösung umfasst meist zwei bis drei Seiten. Schon in dieser ist die Prüfung vollständig nachzuvollziehen, inklusive der grau unterlegt hervorgehobenen Hauptprobleme des Falles.</p>
<p>Die ausführliche Lösung ist in der Tat sehr ausführlich: Manches Mal würde man im Ernstfall von der Prüfung eines vollendeten Totschlags o.ä. absehen, wenn sofort klar ist, dass kein Erfolg eingetreten ist. Diese Prüfungspunkte werden jedoch nicht übertrieben in die Länge gezogen. Angenehm fällt auf, dass die Tatkomplexe sowie die einzelnen Tatbeteiligten stets gut strukturiert auseinander zu halten sind, und dass einzelne Probleme, wie schon in der schematischen Lösung, grau hinterlegt sind, damit man sie schneller findet. Die Literaturhinweise an den Fällen sind ausreichend und aktuell. Dass auffällig oft aus der Wessels/Hettinger oder Wessels/Beulke-Literatur zitiert wird, kann dabei kaum verwundern, gehören die Bücher doch alle der „Jura auf den Punkt gebracht“-Reihe an. Die ausformulierte Lösung ist stets in einem sprachlich angenehmen Stil gehalten, der tatsächlich praxistauglich erscheint (kein „Kommentarstil“).</p>
<p><strong><br />
III. Layout</strong></p>
<p>Der Beulke ist, wie im C.F. Müller-Verlag üblich, durchgehend an den Absätzen nummeriert, was ein Auffinden einzelner Passagen sehr schnell und einfach macht. Die angenehme Lesbarkeit ist durch den Druck auf weißem Papier und die Verwendung einer angenehmen Schriftart sowie die angemessene Einfügung von Absätzen gewährleistet.</p>
<p>Negativ fällt hingegen auf, dass die Sachverhalte, teils zweiseitig, häufig auf derselben Doppelseite enden, wie die Kurzlösung anfängt, so dass man diese beim selbständigen Bearbeiten abdecken muss.</p>
<p><strong>IV. Fazit</strong></p>
<p>Der Klausurenkurs im Strafrecht III hält, was sein Ruf verspricht: Er bietet eine solide Klausurvorbereitung für das Erste Staatsexamen – nicht umsonst ist er eines der meistverwendeten Strafrechtsklausurenkurse. Wer mit bereits solidem Vorwissen an die Fälle herangeht, wird sicherlich gut damit arbeiten können – und dennoch das eine oder andere Mal staunen, wie gut Probleme versteckt sein können. Für den Preis von 24,99 € eine empfehlenswerte Anschaffung.</p>
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		<title>Küper, Wilfried/Zopfs, Jan – Strafrecht Besonderer Teil: Definitionen mit Erläuterungen &#8211; 9. Auflage 2015, C.F. Müller</title>
		<link>https://juhei.de/kueper-wilfried-zopfs-jan-strafrecht-besonderer-teil-definitionen-mit-erlaeuterungen-9-auflage-2015-c-f-mueller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jacob Schupp]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jul 2016 13:14:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezension: Strafrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Gliederung Vorwort Aufbau Inhalt Layout/Erscheinungsbild Fazit 1. Vorwort Bei dem Buch „Strafrecht Besonderer Teil – Definitionen mit Erläuterungen“ handelt es sich um ein wohl einzigartiges Konzept unter der Fülle der…]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gliederung</strong></p>
<ol>
<li>Vorwort</li>
<li>Aufbau</li>
<li>Inhalt</li>
<li>Layout/Erscheinungsbild</li>
<li>Fazit</li>
</ol>
<p><strong>1. Vorwort</strong></p>
<p>Bei dem Buch „Strafrecht Besonderer Teil – Definitionen mit Erläuterungen“ handelt es sich um ein wohl einzigartiges Konzept unter der Fülle der juristischen Lehrbücher. Den hier gewählten Aufbau nach Tatbestandsmerkmalen in alphabetischer Reihenfolge auf 539 Seiten erscheint zunächst gewöhnungsbedürftig. Für den Erfolg der Idee spricht aber, dass das Buch mittlerweile bereits in 9. Auflage im C.F. Müller-Verlag erscheint. Mit 25,99 € ist es preislich im oberen Bereich der Lehrbücher anzusiedeln.</p>
<p><strong>2. Aufbau</strong></p>
<p>Wie bereits erwähnt ist das Buch im Gegensatz zu anderen Lehrbüchern nicht anhand von Straftatbeständen aufgebaut. Stattdessen erfolgt eine alphabetische Darstellung der wichtigsten Definitionen des Besonderen Teils des Strafrechts. Zur Verdeutlichung: Das Buch beginnt mit dem Kapitel „Abfall“ und endet mit „Zwangsvollstreckung, Drohen der“</p>
<p>Im Vorwort zur ersten Auflage erklärte Wilfried Küper die Motivation dahinter: Vor allem im Strafrecht reicht die bloße Subsumtion unter das Gesetz nicht aus. Es muss auch eine Vielzahl von (möglicherweise umstrittenen) Begriffsdefinitionen auswendig angewandt werden können. In der Regel müssen diese Definitionen aus Lehrbüchern, Kommentaren und Entscheidungen gesucht und verglichen werden. Um diese mühselige Arbeit zu vermeiden, entschied sich Küper daraufhin zum Verfassen des Buchs. Es handelt sich also um ein Definitionen-Lexikon.</p>
<p>Dabei werden zu jeder Definition die einschlägigen Straftatbestände angegeben, sodass eine schnelle Orientierung erfolgen kann. Unter jeder Überschrift findet sich ein grauer Kasten in dem die wichtigsten Informationen in Kürze zusammengefasst werden. Dieser eignet sich zum tatsächlichen auswendig lernen, da die wichtigsten Schlagwörter genannt werden, die auch in Hausarbeiten und Klausuren gefragt sind. Daraufhin werden Literatur- und Rechtssprechungshinweise gegeben, um eine vertiefte Beschäftigung mit dem Themenkomplex zu ermöglichen. Zuletzt findet sich eine Rubrik „Erläuterungen“, in der auf spezielle Probleme der Definition eingegangen wird. Je nach Streitständen kann ein solches Kapitel dann auch viele Seiten umfassen. In diesem Bereich unterscheidet sich das Buch also nicht wesentlich von „klassischen“ Lehrbüchern.</p>
<p>Am Ende des Buchs findet sich ein Gesetzes- und Sachregister. Darin sind die Straftatbestände aufgeführt und darunter alle diese §§ betreffenden Definitionen. Dies erweist sich als ausgesprochen hilfreich, da man mithilfe der angegebenen Randnummern schnell zum gewünschten Inhalt kommt.</p>
<p><strong>3. Inhalt</strong></p>
<p>Inhaltlich befasst sich das Werk mit dem Besonderen Teil des Strafrechts. Die Materie wird in einer für mittlere Semester angemessenen Tiefe dargestellt und gibt in der Regel einen Überblick über die herrschende Meinung und alternative Ansätze. Dabei fasst sich der Autor meist angenehm kurz ohne wichtige Aspekte auszulassen.</p>
<p>Zwar werden klausurrelevante Probleme hervorgehoben, aber eine Behandlung von Beispielsfällen, wie in vielen Lehrbüchern üblich, erfolgt nicht.</p>
<p><strong>4. Layout/Erscheinungsbild</strong></p>
<p>Das Gesamterscheinungsbild des Buchs ist modern und ansprechend. Die zu definierenden Tatbestandsmerkmale sind groß und fett gedruckt und markieren deutlich den Beginn eines neuen Kapitels. Darunter finden sich in dem bereits erwähnten grauen Kasten die wichtigsten Informationen. Zur Verdeutlichung wichtiger Schlagwörter werden diese im Text kursiv hervorgehoben. Die neu eingefügten Randnummern helfen der Orientierung in Verbindung mit dem Gesetzesregister ungemein. Durch den großzügigen weißen Rand erscheinen die Seiten übersichtlich und sind angenehm zu lesen.</p>
<p><strong>5. Fazit</strong></p>
<p>Trotz des unkonventionellen Aufbaus ist das Buch empfehlenswert. Es ist zwischen Lehrbuch und Kommentar anzusiedeln und füllt die bestehende Lücke. Die Klausurvorbereitung aber allein auf diesem Werk aufzubauen wäre falsch. Dafür fehlt es an Beispielen der praktischen Anwendung und Aufbauschemata. Viel eher handelt es sich um eine zusätzliche Hilfe zur Behandlung von komplexen Problemen.</p>
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